Black is beautiful

Alexander Blank, „Evil Ed“ Brosche, Hartschaum, Silber, Acrylglas. 8×10×6,8 cmm.
Die Sonderschau „Schmuck“ macht die Internationale Handwerksmesse, München, seit vielen Jahren zu einer führenden Adresse für zeitgenössischen Schmuck. In der Halle A1, der „Handwerk & Design“, kommt die dominierende Rolle, die der Schmuck im Bereich der angewandten Kunst innehat, besonders zur Geltung. Die Sonderschau mit 60 Künstlern erfährt ihren Höhepunkt in der Verleihung des Herbert-Hofmann-Preises am 6. März 2010. In einer Leselounge der Halle A1 wird auch die neue ART AUREA präsentiert.
Die diesjährige Kuratorin für die Sonderschau “Schmuck”, Mònica Gaspar, traf die Auswahl der Gestalter aus 600 Bewerbungen. Wichtig war ihr die Verbindung der Schmuckstücke mit dem Hier und Jetzt. So wählte Gaspar vor allem die Stücke aus, die mit eigenständigen künstlerischen Ansätzen aufwarten und eine Aussage treffen – sei es ein politisches oder gesellschaftliches Statement oder der Ausdruck einer zeitgenössischen Formensprache. Aus 28 Ländern stammen die Künstler, die in München ihre Stücke zeigen.

Mirei Takeuchi, Kette, 2009. Kunststoff, Acrylfarbe, 32×47 cm.

Peter Bauhuis, „Avancen“, Anstecker/pins, 2008. Silber geschwärzt, gegossen.
Klassiker Robert Smit
Als Klassiker wird in der „Schmuck 2010“ der niederländische Schmuckkünstler Robert Smit vorgestellt. Er zählt zu den führenden Goldschmieden der Gegenwart. Sein Ansatz stellt die Grenzziehung zwischen den Disziplinen Schmuckkunst, Zeichenkunst, Malerei und Skulptur in Frage. Farbe, Linie und Gold bestimmen seinen Schmuck.
Auch Absolventen der „Klasse für Schmuck und Gerät“ (bekannt als Klasse Künzli) der Akademie der Bildenden Künste München sind unter den ausstellenden Künstlern. Etwa Peter Bauhuis, der mit seinen „Avancen“ den Moment der Annäherung verkörpert; Alexander Blank mit Broschen in Form von Tierköpfen und Mirei Takeuchi mit Ketten.

Robert Smit, Anhänger, 2003. Gold, Silber, Blei, Farbe.
Einem Termin fiebert die internationale Schmuckszene besonders entgegen, da diese Auszeichnung den Türöffner bei Galerien darstellt: die Verleihung des Herbert-Hofmann-Preises am 6. 3. 2010. Sie findet um 17 Uhr auf der Bühne in der Halle A1 statt. Darüber hinaus wird sich um die „Schmuck 2010“ ein ganzer Zyklus weiterer Events und Ausstellungen gruppieren. Galerien, Museen und in diesem Jahr auch das französische und tschechische Kulturinstitut präsentieren das Thema Schmuck in seinen vielen Facetten. So locken Goldschmiede und Galeristen, die für die Zeit der Internationalen Handwerksmesse in München weilen, tausende von Besuchern, Schmucksammlern, Museumskuratoren und begeisterte Liebhaber des zeitgenössischen Schmucks nach München – die Stadt befindet sich buchstäblich im Schmuckrausch.
Neue Messe München, Halle A1 „Handwerk & Design” 9.30–18 Uhr.
Sonderschauen: „Schmuck 2010“, „Exempla 2010“ – Keramik“, „Talente 2010“, „Meister der Moderne 2010“. „Frame” Präsentation internationaler Galerien, Galerie Marzee, Galerie Platina, Galerie Ra, ART AUREA in der Leselounge. www.ihm.de


