Die letzten Dinge

Neben Urnen und Särgen mit gestalterischem Anspruch gibt es auch Schmuck im „Konsumtheater Selig“.
Fast alles, womit wir uns im Laufe unseres Lebens umgeben, ist bewusst gestaltet. Bei Beerdigungen müssen wir uns hingegen mit dem Angebot an fast immergleichen Sarg- und Urnenmodellen bescheiden. Dies möchten Lene Jünger und Lydia Gastroph, München, jetzt ändern. Sie setzen der Anonymität und Austauschbarkeit industriell gefertigter Massenware individuelle Gestaltung entgegen. In ihrer Ausstellung „Die letzten Dinge“ zeigen sie mitten in München zeitgemäßen Bestattungsbedarf. Ein heller, einladender Raum soll die Passanten ermutigen, einzutreten.

Lene Jünger: „Haussarg weiß“. Furnier Birke, weiß geölt. 1750 Euro.

Kati Jünger: Keramikurne „Kegel schwarz-weiß“. 630 Euro.
Das Unternehmen der Gestalterinnen heißt „weiss. über den tod hinaus“ und ist eine Anspielung auf die positiv besetzte Farbe. Die Särge sind gestaltet von Lene Jünger, die Urnen aus Keramik von Kati Jünger und die Metallurnen von Thomas Kammerl. In der dreimonatigen Ausstellung sind von Eva Jünger fotografierte Stillleben zu sehen sowie „Schmuck des Abschieds“ von Bettina Speckner, Constanze Schreiber und Henriette Schuster.

Brosche von Bettina Speckner, 2009. Emaillefoto, Silber. 3200 Euro.

Henriette Schuster: „Boote“, Objekt, 1997. Silber. Preis auf Anfrage.

Anhänger von Constanze Schreiber, 2006. Eisen, Silberkette. 1260 Euro.
„Die letzten Dinge“ im „Konsumtheater Selig“, bis 30. April 2010, Mo–Fr 11–19 Uhr, Sa 11–16 Uhr, Hans-Sachs-Straße 3, 80469 München, Telefon 0176-62483342, gastroph@gastroph-juenger.de, www.gastroph-juenger.de



