Vier Meister der Moderne

Ringe von Carl Dau, Edelstahl, Diamanten.
Schmuck von Carl Dau, skulpturale Gefäβe, Vasen, Schalen und transluzente Leuchten aus wunderbar bearbeitetem Holz von Friedemann Bühler sowie die einzigartigen Gefäßobjekte und Neuheiten der Keramiker Si-Sook Kang und Kap-Sun Hwang sind die sehenswerten Hauptdarsteller in der diesjährige Frühjahrsausstellung der Galerie Hilde Leiss.


Zu sehen bei Hilde Leiss in Hamburg: Holzschalen von Friedemann Bühler.
Friedemann Bühler
Charakteristisch sind hohe schwarze Vasen und weite Schalen aus Holz. Glatt und feingeschliffen, in schlichten skulpturalen Formen verleihen sie jedem Raum Atmosphäre und Transzendenz. „Auf den leicht asymmetrisch modellierten, dünnen Wandungen zeichnet das Geflecht der Maserung reizvolle Lineaturen. Die hellen Vasen sind von ganz anderer Gestalt und Oberfläche. Erinnert schon ihre bleiche Farbigkeit ein wenig an Porzellan, verstärken diesen Eindruck noch fein herausgefräste, bänderartige Schmuckleisten, an denen stellenweise das Licht durchschimmert. Nebeneinander betrachtet sind Vasen und Schalen polar inszenierte, individuelle Gebilde, die das Material Holz in unvermutet zarter, geheimnisvoller Schönheit zeigen.“ (Jury des Landes Baden Württemberg)
Friedemann Bühler wurde 1966 in Stuttgart geboren. Seit 1996 Arbeit mit Holz; seit 2002 Atelier in Langenburg. Bühler erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
Carl Dau
Formstrenge hat eine eigene Klarheit, denn sie beschränkt sich auf das Wesentliche, sie ist unaufdringlich und selbstverständlich. Carl Dau hat mit dieser Haltung den Schmuck der Gegenwart nachhaltig geprägt. Sein Schmuck aus Stahl, Titan, Silber und Gold wird jetzt mit Farben weiterentwickelt. Dem Banalen setzt er dauerhafte, ästhetische Reize entgegen. Carl Dau lebt und arbeitet in Berlin. Nach der Meisterprüfung als Goldschmied studierte er Industrial Design bei Nick Roehricht und gründete vor 30 Jahren seine Firma in Berlin. Carl Dau stellt den oft banalen, lauten und kurzlebigen Produkten, von denen wir heute umgeben sind, dauerhafte, gut gestaltete Stücke von großer Klarheit und ästhetischem Reiz entgegen.

Koreanische Tradition und Geist der Moderne. Porzellangefäß von Kap-Sun Hwang.
Kap-Sun Hwang
Gefäße aus Porzellan von Kap-Sun Hwang verbinden koreanische Tradition und höchste technische Meisterschaft mit dem konstruktivistischen Geist der klassischen Moderne. 1963 geboren in Seoul, Süd-Korea; 1983–86 Keramikstudium an der Seoul National University; 1991–98 Keramikstudium an der Muthesius-Hochschule Kiel bei den Professoren Johannes Gebhardt und Kerstin Abraham; 1998–2000 freier Mitarbeiter der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meißen; 2000 Gastprofessur an der National Academy of Fine Arts Hang-Zhou, China; seit 2001 freier Mitarbeiter der Porzellanmanufaktur Fürstenberg; seit 2003 Professur an der Seoul National University.

Einzigartige Glasur und vollkommene Harmonie: Gefäß der Koreanerin Si-Sook Kang.
Si-Sook Kang
Für die Gefäße mit einzigartigen Glasuren der koreanischen Lebensgefährtin von Hwang ist der Begriff „Vollkommenheit“ nicht unpassend. 1962 in Seoul geboren; 1981–86 Industriedesign-Studium in Seoul; 1987–1993 Fachhochschule Kiel, Studium der freien Kunst, Fachrichtung Keramik bei Professor Johannes Gebhardt; 1993 Examen. Si-Sook Kang lebt und arbeitet mit ihrem Ehemann Kap-Sun Hwang in Kellinghusen.
Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, dem 25. April um 12:00 Uhr statt. Es spricht Dr. Rüdiger Joppien, Kustos des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg. Die Künstler sind anwesend. Die Ausstellung ist bis zum 29. Mai geöffnet.
Großer Burstah 38, 20457 Hamburg, Telefon +49 (0)40 36 55 74, Fax +49 (0)40 37 81 79. www.hilde-leiss.de



