MURANO-AUKTION BEI QUITTENBAUM / Online Magazin

MURANO-AUKTION BEI QUITTENBAUM

26. April 2010 München

Rekordpreis: Murano-Vase „a spina“ von Ercole Barovier. Schätzpreis 13 000 Euro, Zuschlag 14 000 Euro.

Angewandte Kunst, Schmuck und Design der Moderne sind die Themen dieser Plattform und der Zeitschrift ART AUREA. In der Regel verdienen die in beiden Medien vorgestellten Dinge das Prädikat „sammelwürdig“. Die Gestaltungsqualität wurde nicht selten durch Auszeichnungen und Museumsankäufe bestätigt. Sehr deutlich ersichtlich werden der nachhaltige Marktwert und die Wertsteigerung von Schmuck, Design und Objekten der Alltagskultur jedoch bei Auktionen. Deshalb werden wir zukünftig regelmäßig über interessante Versteigerungen unseres Bereichs berichten.

Seit zehn Jahren veranstaltet das Auktionshaus Quittenbaum in München, das sich konzentriert dem Design der Moderne widmet, erfolgreich Auktionen auf dem Spezialgebiet Murano-Glas. Jährlich finden ein bis zwei Auktionen statt, die diesem Thema gewidmet sind. Die Auktion am 9. Februar 2010 hat gezeigt, dass sich Trends festigen, andererseits dieser junge Markt noch entwicklungsfähig, aber auch gut für Überraschungen ist.

Vase „caccia“, 1962, Ausführung Barovier & Toso. Schätzpreis 5 000 Euro, Zuschlag 5 000 Euro.

Vase „tessuto“, Carlo Scarpa, 1951, Ausführung Venini & C., Schätzpreis 3 800 Euro, Zuschlag 4 200 Euro.

Unter den zur Versteigerung angebotenen Glasobjekten waren zahlreiche Gefäße und Vasen von Venini. Dekorative Arbeiten von Ercole Barovier erfreuten sich einer ungebrochen starken Nachfrage. So übertraf seine Vase „a spina“ mit einem Zuschlag von 14 000 Euro die Schätzung von 13 000 Euro. Eine „caccia“-Vase ging für 5 000 Euro auch an einen deutschen Sammler. Viele Bieter meldeten sich aus Amerika – so sicherte sich ein Inneneinrichter aus New York City gleich ein Dutzend großformatige, bunte Vasen aus den Manufakturen Venini und A.Ve.M.

Vase „stellato“ von Pollio Perelda, 1955, Ausführung Fratelli Toso, Schätzpreis 7 000 Euro, Zuschlag 6 000 Euro.

Vase „murrine“, Paolo Venini, 1953, Ausführung Venini & C., Schätzpreis 4 500 Euro, Zuschlag 5 000 Euro.

Insgesamt lagen die meisten Hammerpreise allerdings etwas unter dem jeweiligen Schätzpreis. Nur wenige Objekte erreichten einen höheren Zuschlag. Einige der Highlights fanden keine Käufer. Möglicherweise wurden potenzielle Bieter durch teilweise relativ hohe Schätzpreise abgeschreckt. So blieben etwa die Vase „cattedrale“ von Pollio Perelda (Ausführung: Fratelli Toso) und eine Barovier-Vase von 1931, beide mit einem Schätzpreis von 10 000 Euro, unverkauft. Interessenten dieser erlesenen Stücke aus Murano können sich bereits die Glas-Auktion im Herbst vormerken.

Vase „cattedrale“ von Pollio Perelda, 1955, Ausführung Fratelli Toso. Schätzpreis 10 000 Euro.

Vase von Ercole Barovier, 1931, Ausführung Barovier & Toso. Schätzpreis 10 000 Euro.

Vase „pezzato“ von Fulvio Bianconi, 1951, Ausführung Venini & C., Schätzpreis 4 000 Euro.

Die nächste Spezial-Auktion mit Murano-Glas wird im Auktionshaus Quittenbaum in München am 21. September 2010 stattfinden. Im Herbst 2010 erscheint außerdem das von Askan Quittenbaum und Bernd Polster herausgegebene Buch „Murano. Die Klassiker des Italienischen Glasdesigns“ bei Dumont.

Weitere Informationen auf www.quittenbaum.de

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