Design von grossen Namen gefragt / Online Magazin

Design von grossen Namen gefragt

18. Juni 2010 München

Sitzobjekt „La Chaise“ von Charles Eames, Hersteller Vitra Design, Weil am Rhein. Höhe 87,5 × 148 × 86. Schätzpreis 2800 Euro, Zuschlag 3000 Euro.

Bei der Designauktion am 15. Juni 2010 bei Quittenbaum standen Arbeiten namhafter Designer im Fokus. Die teilweise hohen Zuschlagspreise zeigen, dass immer mehr private Sammler derzeit in Design der Moderne investieren. Öffentliche Institutionen und der internationale Designhandel konzentrieren sich gezielt auf Raritäten und Spezielles.

Tischleuchte „PH-4/3“ von Poul Henningsen, Hersteller Louis Poulsen, Kopenhagen. Höhe 55 cm; Durchmesser 39,5 cm. Schätzpreis 3800 Euro, Zuschlag 3600 Euro.

So gingen skandinavische Klassiker wie z.B. der große Sessel „Papa Bear“ von Hans Wegner (Zuschlag 3300 Euro), die Sitzskulptur „Harp Chair“ von Jörgen Hövelskov (Zuschlag 3300 Euro), die Tischleuchte „PH 4/3“ des dänischen Designers und Architekten Poul Henningsen (Zuschlag 3600 Euro) sowie Eero Saarinens gemütlicher „Womb Chair“ (Zuschlag 2200 Euro) und die Barstuhlklassiker von Erik Buck (Zuschlag 2000 Euro) an Privatsammler.

„Harp Chair“ von Jörgen Hövelskov für Christensen & Larsen, Kopenhagen. Höhe 137 × 100 × 97 cm. Schätzpreis 1800 Euro, Zuschlag 3300 Euro.

Armlehnsessel „Haus Hesse“ von Egon Eiermann, Hersteller Otto Judersleben, Berlin. 74,5 × 71 × 93 cm. Schätzpreis 2500 Euro, Zuschlag 5000 Euro.

7-teiliges Kochgeschirr von Henning Koppel, Hersteller Georg Jensen, Kopenhagen. Schätzpreis 500 Euro, Zuschlag 800 Euro.

Henning Koppels Kochgeschirr aus Kupfer war von Profi- und Hobbyköchen hart umkämpft – das Ergebnis: der Preis kletterte auf fast das Doppelte des Aufrufes, ein Amerikaner entschied dieses „Kochduell“ für sich.

Plexiglas-Schreibtisch mit zugehörigem Stuhl von Fabio Lenci, Hersteller ILL Form, Italien. Höhe 82,5 × 131 × 69 cm; 70 × 61 × 50 cm. Schätzpreis 4600 Euro, Zuschlag 7500 Euro.

Zwei Schreibtische konnte ein englischer Sammler für sich gewinnen: bei Fabio Lencis Plexiglasschreibtisch mit zugehörigem Stuhl erfolgte der Zuschlag erst bei 7500 Euro, und für David Delthonys handwerklich gefertigtes Prachtmöbel „Clam“ wurden 6000 Euro bewilligt. Auch der Esstisch „Terni“ von Ico Parisi wurde erst bei 6000 Euro einem privaten Sammler zugeschlagen. Der Armlehnsessel „Haus Hesse“ von Egon Eiermann fand für das Doppelte des Schätzpreises ein neues Zuhause in einer deutschen Privatsammlung (Zuschlag 5000 Euro).

Der Handel konzentrierte sich auf Raritäten, unter anderem aus Finnland und Italien. So wurden sowohl Ilmari Tapiovaaras seltener Schreibtisch „Domus Academica“ und sein Schaukelstuhl „Domus Lux“ – ehemals Sammlung Th. Bröhan – (Zuschläge 3600 und 2200 Euro respektive) als auch der „Cognac“-Sessel von Eero Aarnio und drei „Karelia“-Sessel von Liisi Beckmann (Zuschläge 1500 und 1300 Euro) an europäische Händler abgegeben. Der amerikanische Handel hingegen sicherte sich für 12 500 Euro das elegante Sideboard von Ico Parisi.

Teppich „Tapipardo“ von Roberto Gabetti, Aimaro Isola, Luciano Re, Guido Drocco, Hersteller Arbo, Turin; Paracchi, Turin. 200 × 250 m. Schätzpreis 12000 Euro, Zuschlag 10000 Euro.

Tisch “Terni“ von Ico Parisi, Hersteller MIM, Rom. 73 × 209 × 100 cm. Schätzpreis 4500 Euro, Zuschlag 6000 Euro.

Fernand Légers Teppichentwurf ging für 3300 Euro an einen amerikanischen Händler. Der deutsche Handel hingegen erwarb Gabetti & Isolas „Jagdtrophäe – Tapipardo“ für 10000 Euro. Nach Spanien wurde Frank Gehrys „Little Beaver“-Sessel mit Ottoman in der seltenen roten Ausführung für 3000 Euro verkauft. Die berühmte Sitzskulptur „La Chaise“ von Charles und Ray Eames ging für 3000 Euro in ein deutsches Museum. Ein Schweizer Museum konnte sich die Sitzskulptur des Aktionskünstlers Wolfgang Flatz sichern und bewilligte 4400 Euro.

Die nächste Design-Auktion im Münchner Auktionshaus Quittenbaum findet am 21. September statt. Weitere Informationen unter www.quittenbaum.de

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