Schmuckzukunft: Die Hoffnung kehrt zurück.
Wie beurteilen moderne Schmuckgeschäfte und Galerien ihre gegenwärtige Situation und ihre zukünftigen Aussichten? Nachfolgend die Ergebnisse der Umfrage von ART AUREA bei ausgewählten Galeristen sowie Inhabern von Schmuckgeschäften. Sie fand noch vor dem Beginn des Weihnachtsgeschäftes im Oktober und November 2010 statt. Die Antworten sind nicht repräsentativ, doch lassen sie einige interessante Rückschlüsse zu.
Ihre momentane Lage beurteilen die Mehrzahl der Befragten mit gut bis befriedigend. Die Zukunft wird – entsprechend der allgemeinen Konjunkturentwicklung – durchweg positiver eingeschätzt.
Wie beurteilen Galeristen und moderne Schmuckgeschäfte die Zusammenarbeit mit namhaften Designern und Künstlern? Die Antwort aller befragten Galeristen lautete, wie nicht anders zu erwarten, wichtig bis sehr wichtig. Von modernen Juwelieren oder Goldschmiedegeschäften wird – neben Manufakturen und Marken – inzwischen auch Designern das Prädikat „wichtig“, manchmal sogar „sehr wichtig“ verliehen.
Schmuck aus der eigenen Werkstatt ist sowohl für die meisten Juweliere wie auch für viele Galeristen ein bedeutendes Thema. Doch schwankt der Anteil beträchtlich und reicht von 10 % bis hin zu 60 % in einigen Fällen. Dieser Eigenanteil wird zumeist als gleich bleibend eingestuft.
Bei der Frage nach Preisgruppen zeigte sich, dass bei sehr jungen Galerien die Preislage von 100 – 500 Euro als wichtig eingestuft wird. Schon deutlich interessanter ist die Preislage von 500 – 1000 Euro, und zwar für die Mehrheit der Befragten. Großer Bedeutung wird die Preislage von 1000 bis 3000 Euro beigemessen. Doch dies betrifft ausschließlich etablierte Geschäfte und Galerien. Für einige sogenannte „alteingesessene“ Geschäfte ist sogar die Preislage über 5000 Euro sehr wichtig. Auffällig ist dabei, dass dies vor allem Geschäfte mit einem hohen Anteil an Eigenanfertigungen sind.
In der Werbung hat das Schaufenster nach wie vor für die meisten Galerien und Geschäfte höchste Priorität. Doch was als nächstes Werbemittel kommt, das ist umstritten. Während für die einen der Katalog das wichtigste Werbemittel darstellt, sind es für andere Direktmailings und Sponsoring. Doch gaben auch einige Galerien an, dass sie inzwischen vom Internet am meisten profitieren würden.
Resümee: Moderne Schmuckgeschäfte und Galerien haben auch die „schlimmste Krise der Nachkriegszeit“ überstanden. Die Stimmung ist gut bis befriedigend. Die Erwartungen für die Zukunft sind gestiegen. Erst das Weihnachtsgeschäft 2010 wird für viele entscheiden, ob 2010 ein befriedigendes oder ein gutes Jahr war. Für die Zukunft wird vieles davon abhängen, welche Außenwirkung moderner Schmuck als Gegenkonzept zu tradierten Juwelen und Modeschmuck erzielen kann.



