Deutsch-chinesische Annäherung / Online Magazin

Deutsch-chinesische Annäherung

26. Oktober 2009 Halle

Endmodell zur Diplomarbeit „Kindermobil“ von Lin Zhang.

Zum Studienjahresbeginn am 13. Oktober 2009 an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle, wurde Lin Zhang aus China mit dem DAAD-Preis 2009 ausgezeichnet. Der Preis des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes wird traditionell an einen ausländischen Studenten verliehen, der sich in besonderem Maße durch soziales oder hochschulinternes Engagement hervorgetan hat.

Lin Zhang, 1981 im chinesischen Wuhan geboren, absolvierte nach dem Ende seiner Schulausbildung von 2000 bis 2004 ein Bachelor-Studium im Fach Industriedesign an der Huazhong University of Science and Technology in China. Nach erfolgreichem Studienabschluss machte er ein Praktikum bei Dongfeng Electric Vehicle co. LTD in Wuhan. 2004 begann Lin Zhang sein Studium im Studiengang Industriedesign an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle und beendete es 2009 mit dem Diplom.

Zur Begründung für den mit 1.000 Euro dotierten DAAD-Preis heißt es: „Während seiner Studienzeit in Halle hat sich Lin Zhang durch besondere akademische Leistungen und ein bemerkenswertes gesellschaftliches und interkulturelles Engagement ausgezeichnet. Er hat sich für die Belange der Hochschule und seiner Mitstudenten eingesetzt und geholfen, die Kontakte zu chinesischen Hochschulen herzustellen, zu vertiefen und zu pflegen. Lin Zhang hat sich darüber hinaus leidenschaftlich um die Organisation von Workshops und Auslandsreisen gekümmert und sich mit seinen sehr guten deutschen und englischen Sprachkenntnissen als Übersetzer und Betreuer für ausländische Studierende zur Verfügung gestellt.“

Semesterprojekt im Industriedesign von Lin Zhang, Burg Giebichenstein. Thema „Unterhaltung 2020“.

Art Aurea wollte von Lin Zhang wissen, wie sich das Industriedesign gegenwärtig in China entwickelt und warum er in Deutschland studiert hat. Seine Antwort: „In Deutschland gibt es eine große und bedeutende Designtradition. In China ist dies eine noch junge Disziplin, die ich gerade jetzt an einem Scheideweg sehe zwischen alt und neu und West und Ost. Es gibt inzwischen auch in China junge, aufstrebende Designbüros, die interessante Ideen entwickeln. Durch das Designstudium in China und in Deutschland oder einem anderen westeuropäischen Land können chinesische Studierende beide Entwicklungsstränge in sich aufnehmen und so einen kulturellen Austausch und neue Impulse im gestalterischen Bereich setzen.“