Klaus Titze
| 1952 | Geboren in Wilhelmsthal, DDR |
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| 1984-1986 | Ausbildung zum Korbmacher |
| 1986 bis heute | freischaffend tätig mit Werkstätten in Grafenbrück und Ackermannshof, DDR und Møn, Dänemark |
Klaus Titze gestaltet artifizielle Fossile der langsam verschwindenden, handwerklichen Kultur. Dafür bestreicht er Weidengeflecht mit Fasermörtel. Durch Verbrennung verschwinden die biegsamen Weidenruten fast rückstandslos. So entstehen „Negativkörbe“, die ihrer jahrhundertealten Funktion enthoben sind und zu atemberaubenden freien Objekten werden. Der Herstellungsprozess bedeutet dem Künstler genauso viel wie das fertige Produkt. Ihn reizt die Verbindung von Gegensätzen: die weiche, elastische Weide und der harte, erstarrte Mörtel sowie die Tradition und die Technik. Prospektiv will Klaus Titze die Technik für den Einsatz als Bauelement, in Form von Wänden, Säulen oder Raumteilern, nutzbar machen. Den Bayerischen Staatspreis erhielt er 2005, den Preis „Bestes Unikat“ verlieh ihm der Kunsthandwerkermarkt Kopenhagen 2007. Außerdem hat der staatliche Kunstfond Dänemarks seine Werke angekauft.


